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FÖRDERPROJEKTE

Projekt Restaurierung der Grottenhalle

 

Gliederung:

  1. Erstes Konzert in der Residenz nach dem Krieg,
    Förderprojekt Grottenhalle
  2. Bisherige Benefizveranstaltungen und Spendensammlungen
  3. Übergabe einer Spende von 50.000€
  4. Mit diesen Mitteln durchgeführte Arbeiten
  5. Weitere Aktivitäten
  6. Tastmodell von Residenz und Hofgarten

 

1. Erstes Konzert in der Residenz nach dem Krieg,
Förderprojekt Grottenhalle

Am 28.8.1945 veranstalteten die Freunde der Residenz das 1. Konzert nach dem Krieg in der Residenz. In den Ruinen der Grottenhalle musizierten unter einem Notdach ein Klavierquintett und die Sopranistin Gerda Sommerschuh.

Grottenhalle München

Die Zuhörer (unter ihnen der Ministerpräsident, der Oberbürgermeister und weitere Würdenträger) saßen auf den Rasenflächen des Grottenhofs auf Bänken aus den Luftschutzkellern. Vorausschauend war der Grottenhof von Schutt geräumt und Rasen angesät worden. Sogar der Perseusbrunnen plätscherte wieder. 2008 beschloss der Vorstand, das Förderprojekt Grottenhalle zu starten.

Grottenhalle München

 

2. Bisherige Benefizveranstaltungen und Spendensammlungen

Benefizveranstaltungen:

25.11.2008

Cuvilliés-Theater
Herbstserenade
Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks
Chor des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Peter Dijkstra

17.02.2009

Cuvilliés-Theater
Faschingskonzert „Ein tierisches Vergnügen“
Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks
Chor des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Peter Dijkstra

28.03.2009

Kaufmanns-Casino
Jazz mit dem Milchwerk Jazz Ensemble

13.03.2010

Kaufmanns-Casino
Jazz mit dem Milchwerk Jazz Ensemble

07.02.2011

Cuvilliés-Theater
Barockkonzert Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Reinhard Göbel

25.03.2011

Künstlerhaus
Jazz mit dem Milchwerk Jazz Ensemble

21.03.2012

Allerheiligen-Hofkirche
G. F. Händels Auferstehung
Musik u.a. aus Händels Messias
Hedwig Bilgram - Cembalo, Christoph Hartmann - Oboe, Clemens Weigel - Violoncello
Text: Stefan Zweig „Sternstunden der Menschheit“
Rezitator: Hans-Jürgen Schatz

26.03.2014

Kaisersaal
Akademie des Symphonieorchesters des Bayer. Rundfunks
Werke von Telemann, Bach, Vivaldi

19.05.2015

Kaisersaal
L'Accademia giocosa
Werke von Telemann, Zelenka und den Bach-Söhnen

 

3. Übergabe einer Spende von 50.000€

Am 6. Mai 2011 wurde im Grottenhof dem Staatsminister für Finanzen Georg Fahrenschon eine Spende der Freunde der Residenz von 50.000€ übergeben. Das Bayerische Fernsehen und MünchenTV berichteten.

Grottenhalle München

1. Reihe (v.l.n.r.): Dr. Paul Siebertz, Dr. Johannes Erichsen (Präsident der SV), Georg Fahrenschon (Staatsminister der Finanzen), Dres. Kurt und Helga Kappelmaier 2. Reihe: ganz rechts Dr. Christian Quaeitzsch (Museumsreferent der Residenz), Mathias Pfeil (Leiter der Bauabteilung der SV, seit 2014 Generalkonservator des Landesamts für Denkmalpflege), Dr. Sabine Heym (Leiterin der Museumsabteilung

 

4. Mit diesen Mitteln durchgeführte Arbeiten

Wegen des sehr schlechten Zustands der noch erhaltenen Tempera-Wandmalereien und fortschreitender Versalzungen wurde exemplarisch eine Achse genauestens untersucht und Wege der Restaurierung aufgezeigt. Mit modernsten wissenschaftlichen Methoden wurde ermittelt, wie die zukünftige Restaurierung verlaufen kann. Ebenso wurde festgestellt, dass ein Wetterschutz zwingend erforderlich ist, um den Bestand nachhaltig zu sichern. Dieser noch zu entwickelnde Glasabschluss ist Bestandteil des Grottenhofprojektes. Seit Anfang 2014 ist die Grottenhalle mit einem provisorischen Kunststoffvorhang gegen den Grottenhof geschlossen. Seitdem werden in der Grottenhalle Temperatur, Luftfeuchtigkeit usw. aufgezeichnet, um die weiteren Massnahmen wissenschaftlich zu untermauern.

 

5. Weitere Aktivitäten

Weiterhin werden mit Benefizveranstaltungen und Spendenaufrufen Geldmittel beschafft. Die Dr. Kappelmaier-Stiftung hat weitere 100.000€ zur Verfügung gestellt.

 

6. Tastmodell von Residenz und Hofgarten

Gliederung
Idee und Beginn des Projektes

Eine steigende Zahl von Tastmodellen an vielen wichtigen Plätzen Europas gab den Anstoß, ähnliches für die Residenz umzusetzen. Wichtiger Gesichtspunkt war auch, Blinden und Sehbehinderten ein greifbares Erlebnis zu ermöglichen. Münchnerinnen und Münchner, Passanten, Touristen, Stadtführer sollte außerhalb der Residenz die Vielzahl von Gebäuden und Höfen vor Augen geführt und erklärt werden, um so Geschmack zu machen für einen Besuch in der größten Stadtresidenz Europas, einem der bedeutendsten Raumkunstmuseen der Welt. Bei der Schlösserverwaltung fand unser Projekt grossen Anklang und es wurde uns jede Unterstützung zuteil.

Findung eines geeigneten Herstellers

Da es nur wenige Fachbetriebe/Künstler für diese spezielle Aufgabe gibt, zog man über diese Erkundigungen ein und besorgte Bildmaterial. Die Kunstgießerei Pfeifer in Stadtallendorf (www.kunstgiesserei-pfeifer.de) überzeugte am meisten und machte – nach gemeinsamer Begehung der Residenz und Besprechung mit Fachleuten der Schlösserverwaltung – ein preislich attraktives Angebot.

Sponsorensuche

Die Vorstellung dieser Idee eines Tastmodells bei unseren Mitgliedern führte spontan zu Spendenzusagen, die es uns ermöglichte, die Umsetzung vorzunehmen. Unsere Ehrenmitglieder Dr. Kurt und Helga Kappelmaier sagten uns die Übernahme des Großteils zu.

Beauftragung

Nach der Entscheidung, den Sockel aus Corten-Stahl (rostfarben) auszuführen, wurde im August 2017 der schriftliche Auftrag erteilt. In diesem wurde die Fertigstellung vor der Residenzwoche 2018 vereinbart. Die Kunstgießerei Pfeifer erhielt digitale Pläne aller Residenz-, Hofgarten- und Nationaltheaterfassaden. Umfangreiches Fotomaterial und heute leicht zugängliches Luftbildmaterial ermöglichte eine sehr detailgetreue Modellierarbeit als Grundlage für den Guss des Bronzemodells im Maßstab 1 : 400. Die Masse des Tastmodells betragen 140 x 75 cm, die Höhe ca. 75 cm.

Suche nach dem geeigneten Aufstellort und Genehmigungsverfahren

Damit begann der schwierigste Teil der Realisierung. Da die Residenz auf dem Grund des Freistaats Bayern steht und an der Fassade endet, musste bei der Landeshauptstadt München ein Aufstellort beantragt werden. Bei einem Treffen mit zuständigen Beamten der LH München und der Schlösserverwaltung wurde ein erster Ort nahe der Tiefgaragenrampe der Operngarage gefunden. Für das beim Baureferat zu beantragende „Erinnerungsverfahren“ mussten Pläne, Anträge usw. in 20-facher Ausführung eingereicht werden. Antragstermin war der 20.12.2017. Nach Einsprachen wurde der Aufstellort im Mai 2018 geringfügig verschoben. Im August 2018 erfolgte eine weitere Änderung in den Bereich des breiten Gehsteigs vor der Königsbaufassade. Im Januar 2019 wurde dann der endgültige Platz unmittelbar vor dem dreibogigen Residenzportal vereinbart. Nur an dieser Stelle liegen keine Versorgungsleitungen, so dass keine sog. Sparten beeinträchtigt sind.

Erteilung der Genehmigung durch die LH München

Mit unserer schriftlichen Zustimmung zu diesem Aufstellort wurde uns am 28. Februar 2019 eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Diese beinhaltet die Auflage, dass bei Neugestaltung des Max-Joseph-Platzes das Modell entfernt oder versetzt werden muss.

Enthüllung am 13. Mai 2019

Unter zahlreicher Anteilnahme von Vertretern von Freistaat, Schlösserverwaltung, Landeshauptstadt, Nachbarn und Mitgliedern wurde das am Morgen montierte und verpackte Tastmodell von drei kleinen Münchnerinnen enthüllt. Die 12-köpfige Brass Band München unter Leitung von Ekkehard Hauenstein gab den festlichen musikalischen Rahmen, der 1. Vorsitzende Dr. Siebertz berichtete von der Realisierungsgeschichte und dankte den anwesenden Sponsoren. Präsident Bernd Schreiber von der Schlösserverwaltung sprach den Dank aus an die Freunde der Residenz für die glücklich vollendete Umsetzung dieser Initiative. Vertreter des Blindenbunds äußerten ihre große Freude über eine nun ertast- und begreifbare Residenz samt Hofgarten. Ein anschließender Empfang in der Grottenhalle mit mehr Musik beschloss diesen historischen Tag.

Tastmodell Residenz München